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Hintner: Einfach „Die PARTEI“ auf den Wahlzettel schreiben!
Der Generalsekretär der PARTEI Tom Hintner hat extra seinen Urlaub auf Hawaii unterbrochen, um sich an alle zu wenden, die verzweifelt versuchen herauszufinden, wie sie Die PARTEI wählen können. Denn viele Bürger stellen gerade entsetzt fest: Die PARTEI steht gar nicht überall in den Briefwahlunterlagen! „Da ist ein Fehler in der Druckerei passiert“, erklärte Hintner heute morgen mit einer Pina Colada in der Hängematte liegend, „die haben vergessen, Die PARTEI auf den Wahlzettel zu schreiben. Das kann doch mal passieren. So etwas ist mir auch schon passiert. Neulich zum Beispiel wollte ich meine Frau und die Kinder fotografieren, und nachdem ich schon fünfzig Fotos gemacht hatte, merke ich: Das ist gar nicht meine Frau! Und es war auch keine Kamera, die ich in der Hand hatte! Sondern etwas ganz anderes! Das war nämlich so…“
Stunden später erklärte Hintner, die Wähler sollten einfach „Die PARTEI“ auf ihren Wahlzettel schreiben, das gelte dann schon. Dann zog er sich für einen Mittagsschlaf in sein Strandhaus zurück.
Die PARTEI in den Medien
Das NDR-Magazin Zapp berichtet in seiner Rubrik „Coup der Woche“:
„Wahlwerbung Die PARTEI: ‚Guten Abend, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!‘ Ist das nun Wahlwerbung oder bloß Satire? Die von der TITANIC-Redaktion gegründete Partei Die PARTEI setzt sich angeblich für eine ganz besondere Sache ein. Sie sei nämlich ‚die einzige Partei, die sich gegen Schleichwerbung gerade in ARD und ZDF ausgesprochen hat.‘ Und wie richtige Schleichwerbung funktioniert, zeigen sie gleich selbst: Die karierte Tischdecke: Das Design eines bekannten deutschen Billigfliegers. Das ZDF strahlte den Spot trotzdem aus. Und im Internet schon der nächste Coup: Die PARTEI will noch mehr Schleichwerbung in ihren Wahlspots. Vor zwei Tagen versteigerten sie 25 Sekunden Werbezeit im ZDF, für Product Placement. Der Zuschlag ging schließlich für 14.049,00 Euro an einen anonymen Bieter namens ’susiwongpom‘. Für die TITANIC ein gelungener PR-Gag. Soviel Aufmerksamkeit zumindest beim ZDF war ihr selten sicher.“
N24 weiß:
„Schon in der vergangenen Woche hatte der TITANIC-Chef berichtet, man verhandle mit einem DAX-Unternehmen. Sollte dies wahr sein, bliebe die TUI als einziges DAX-30-Unternehmen der Touristiksparte wahrscheinlichster Werbepartner – oder ein Tochter-Unternehmen. Sonneborn wollte das gegenüber der Netzeitung weder bestätigen noch dementieren.
Allerdings hat man bei der TUI-Tochter Hapag Lloyd Express mit Wohlwollen registriert, daß schon im am Montag dieser Woche gesendeten PARTEI-Spot als Tischdecke ein Design auftauchte, das auffallend an die eigenen Farben erinnerte. Konfrontiert mit Sonneborns Aussage vom sechsstelligen Betrag ist Hapag-Pressesprecher Herbert Euler allerdings hörbar überrascht. ‚Wir haben diese Ausstrahlung nicht eingekauft‘, kommentiert er den Vorgang gegenüber der Netzeitung, um zu ergänzen: ‚Zum Verkaufen gehört, dass Geld fließt.‘
Denkbar wäre damit vieles – vom geschickt eingefädelten Geschäft bis zur Eigeninitiative der Partei-nahen Spot-Produzenten, die dann bei der nächsten Ausstrahlung auch mit den Farben von – sagen wir mal – Coca Cola oder Nike spielen könnten. Der dritte Spot wird am 6. September laufen – wahrscheinlich um 17:45 Uhr auf ARD. Genau kann Sonneborn das aber nicht sagen.“
Die PARTEI kauft versteigerte Sendezeit zurück
Wie der Bundesvorsitzende der PARTEI Martin Sonneborn heute der Presse mitteilte, hat Die PARTEI vor, die bei Ebay versteigerte Sendezeit für den letzten der vier PARTEI-Wahlwerbespots von dem Privatmann, der sie ersteigert hat, zurückzukaufen.
N24 meldet in diesem Zusammenhang, Die PARTEI wolle ihre Wahlwerbezeit zum doppelten Preis zurückkaufen, „weil nun ein Touristikunternehmen Plätze in allen vier Wahlspots für einen sechsstelligen Betrag kaufen möchte.“ Die 25 Sekunden seien an „einen Privatmann [gegangen], der im Fernsehen, so Parteichef und Titanic-Chefredakteur Martin Sonneborn, ‚eine persönliche Botschaft‘ verbreiten will.
Das Touristikunternehmen habe eine sechsstellige Summe geboten, sagte Sonneborn der Netzeitung. Zwei der Spots sollen bereits fertig gestellt sein, in denen ‚auf extreme Art und Weise massive Schleichwerbung für das Unternehmen‘ gemacht werde. Das ganze sei soweit juristisch abgesichert, daß einer Ausstrahlung gemäß den Vorgaben der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten nichts im Wege stände.
Glücklich ist das ZDF nach eigenem Bekunden nicht mit der Trittbrettfahrer-Werbung. Allerdings scheint man keine Handhabe zu haben, um die Ausstrahlung zu verhindern. ZDF-Chef-Justiziar Carl-Eugen Eberle hatte in der vergangenen Woche angekündigt, man werde den Spot ‚wie jeden anderen auch auf seine Vereinbarkeit mit den staatsvertraglichen Vorgaben prüfen und dann über die Ausstrahlung entscheiden.'“
