Neuigkeiten
Die Parteitagsrede des Ehrenvorsitzenden Oliver Maria Schmitt
(Auszug)
„Ich selbst bin der Beweis: Ich wollte Ehrenvorsitzender der PARTEI werden, liebe Genossinnen und Genossen, und ich bin Ehrenvorsitzender geworden. Und so kann es jedem gehen. Man muß nur ein Ziel klar vor Augen haben, man muß dieses Ziel anvisieren, ja man muß geradezu auf dieses Ziel zielen, liebe Kameraden und Mitbürger, dann muß man sich der Aufgabe stellen und versuchen, sie zu meistern, und dann muß man die eigentliche Arbeit an die zuständigen Fachausschüsse delegieren, damit die auch irgendwas zu tun haben. Denn so einfach es sein mag, aus dem nichts einen riesigen Parteiapparat zu schaffen, so schwer ist es auch, diesen Parteiapparat mit irgend etwas Sinnvollem zu beschäftigen.
Aber wozu auch? Alle Ideen, alle Entscheidungen werden ja schon von der Parteiführung für euch entschieden, so ist das, meine sehr verehrten Herrschaften und Frauen und Damen, denn diese PARTEI, der wir alle angehören, – und das sage ich voller Stolz und voller Bewunderung –, diese Partei ist eine Partei allerneuesten Typs, eine revolutionäre Partei, die ganz dem Evolutionsgedanken verpflichtet ist, eine PARTEI, die immer recht hat, auch wo sie irren mag, eine demokratische Partei mit eindeutig autoritären Strukturen, mit verkrusteten Strukturen und eingefahrenen Denkmustern, die wir neu beleben wollen, eine PARTEI des Fortschritts und der bewußten Umkehr, eine PARTEI mit Visionen und einem ausgeprägten Sinn fürs Machbare.“
Die ganze Rede kann ab sofort hier eingesehen und runtergeladen werden.
Der PARTEI-Tag in der Presse
In der taz schreibt Elmar Kok:
„Gegründet wurde die Organisation von Redakteuren des Satiremagazins TITANIC im Juli dieses Jahres, kurze Zeit später gründeten sich Ortsverbände die vorwiegend über das Internet kreativ tätig sind. Immerhin schaffte es die virtuelle Mobilmachung, 100 stimmberechtigte Parteimitglieder nach Münster zu locken. Da die Mehrheit der Stimmberechtigten beschloss, die Mitglieder der Landesliste nach ‚aufsteigender Parteimitgliedsnummer zu ernennen‘, belegen die ersten Plätze der Liste TITANIC-Mitarbeiter mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen. Mit dem dritten Listenplatz aussichtsreicher Kandidat für einen Sitz im Landtag: Thomas Gsella, Ruhrgebietsdichter und taz-Wahrheit-Lyriker.“
Die NRZ Online begreift den Parteitag als „Real-Satire“:
„Programmatisch ist Die PARTEI jenem Spruch im Impressum verpflichtet, den TITANIC dem großen Chlodwig Poth verdankt: ‚Die Vollendung der endgültigen Teilung Deutschlands – das ist unser Auftrag‘. Poth nahm jüngst der liebe Gott den Federhalter weg. Sein Witzel-Credo bleibt auf der Tagesordnung. Parteichefredakteursvorsitzender Sonneborn eiskalt: ‚Mit der Mauer ginge es den Menschen in beiden Teilen Deutschlands wieder besser.‘ Allerdings müsse es diesmal beim Mauerwerk ‚ästhetischer‘ zugehen. Wie denn? ‚Wir sind mit israelischen Experten im Gespräch.'“

